Cover Unbekannt verzogen
"Unbekannt verzogen". Veröffentlichung des Geschichts- und Altertumsvereins für Siegburg und den Rhein-Sieg-Kreis e. V., Band 30
Deportation und Emigration der Juden aus Siegburg 1933-1942.
von Jan Tiemann

Unsere Stadt ist "judenfrei". So menschenverachtend und unbarmherzig klangen die Berichte der "Schreibtischtäter" an ihre Vorgesetzten, wenn sie die Vorarbeit für die "Endlösung der Judenfrage" auf lokaler Ebene erledigt hatten. In Siegburg war es nicht anders. Die Vertreibungs- und Vernichtungspolitik der Nationalsozialisten führte zur vollständigen Auslöschung der Siegburger Kultusgemeinde. Am 27. Juli 1942 endete die seit mehreren Jahrhunderten andauernde jüdische Kulturgeschichte Siegburgs. Doch wie vollzog sich die Emigration und Deportation von über 400 Juden aus Siegburg? Wie wurde die Verfolgungspolitik von den zuständigen Behörden Siegburgs umgesetzt? Zeichneten sich die Siegburger Ämter durch linientreuen oder vorauseilenden Gehorsam aus? Und wer waren die einst geschätzten Siegburger, die den Ernst der Lage verkannt haben und diese fatale Fehleinschätzung mit ihrem Leben bezahlen mussten? Welche grausamen Ereignisse mussten sie auf den vielen Zwischenstationen ihrer Deportation über "Judenhäuser", Sammel- und Zwischenlager sowie auf den Deportationszügen durchleben? Und wie erging es denjenigen, die sich rechtzeitig ins sichere Ausland absetzen konnten? Durch die Auswertung umfassender und bislang weitestgehend unbearbeiteter Quellenbestände des Siegburger Stadtarchivs ließen sich die Abläufe und Entwicklungen der NS-Politik, die Emigrationsvorgänge und die Deportationszüge in die Vernichtungslager weitestgehend rekonstruieren.


Dieser Titel kann über den Buchhandel oder direkt beim Rheinlandia Verlag bestellt werden.


Einzelpreis: 12,00 EUR
165 Seiten
zahlreiche schwarz-weiss Abbildungen, kartoniert

ISBN 978-3-938535-61-5

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