Cover Das Felsenmeer vom Drachenfels Das Felsenmeer vom Drachenfels
Von der primären Tufferuption - dem Entstehen der Trachyttrümmermeere - bis zu den rheinseitigen Blockströmen und Felsstürzen
von Winfried Leischner

Das Naturschutzgebiet Siebengebirge erhielt das 1971 erstmalig verliehene und dann immer wieder erneuerte Diplom des Europarates nicht nur wegen seiner landschaftlichen Schönheit, sondern auch wegen seiner geologischen Besonderheit. Die Einbeziehung dieser Gegebenheit beinhaltet eine Anerkennung der umfangreichen Forschungen zahlreicher Erdwissenschaftler, welche die Entstehung des Siebengebirges nachvollziehbar machen. Dank ihrer Mühen gilt das Siebengebirge als eines der in mineralogischer und geologischer Hinsicht am intensivsten erforschten Gebiete Deutschlands.
Dennoch gibt es immer noch "Nischen", die bisher nicht oder nicht erschöpfend behandelt wurden. Hierzu zählt eine Beschreibung der Genese der riesigen Trachytlaibe im Bereich des Großvaterstuhls im Park von Schloss Drachenburg und des unterhalb liegenden Steinbruchs Rüdenet, die sich als Felsenmeer präsentieren.
Wenig bekannt ist auch, dass sich aus dem hier vorhandenen Trachyttuff unter bestimmten Bedingungen Tuffton bilden kann und auch in früherer Zeit gebildet hat. Dieser besitzt im feuchten Zustand eine "schmierige" Konsistenz, die in der Lage ist, Aufliegendes (Steinblöcke und Erdreich) zum Rutschen zu bringen (periglaziale Solifluktion). Ein derartiger Hangrutsch brachte z. B. 1985 das Gebäude des traditionsreichen Weinguts Rüdenet unterhalb von Schloss Drachenfels, an das sich noch viele erinnern können, zum Einsturz.
Viel bedeutsamer von der Menge her waren aber die Blockströme und Felsenstürze in historischer Zeit. Diese beförderten Material bis in den Rhein. Der Autor sieht die Steine der Reih-Untiefe nicht als angebliche Reste einer anthropogen geschaffenen Kaimauer eines Römerhafens, sondern als erdgeschichtliches Dokument einer gewaltigen talseitigen Felsblockwanderung durch periglaziale Solifluktion.

Leischner hat mit seiner wissenschaftlichen Studie einen wesentlichen Beitrag zur Erdgeschichte unserer Heimat geleistet und dabei die vom Heimatverein Siebengebirge vertretene Auffassung bestätigt, dass es einen römerzeitlichen Hafen nicht gegeben haben kann.

Eine Zusammenfassung aller neuen Erkenntnisse zum Thema "Römerhafen" und die Stellungnahme der amtlichen Bodendenkmalpflege hierzu ist ebenfalls als Titel "Der "Römerhafen" am Drachenfels" hier im Rheinlandia Verlag erschienen.

Dieser Titel kann über den Buchhandel oder direkt beim Rheinlandia Verlag bestellt werden.


Einzelpreis: 6,00 EUR
64 Seiten, kartoniert

ISBN 978-3-935005-94-4
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